
Meine Praxis in Dresden ist barrierefrei eingerichtet. Wenn Sie nicht selbst kommen können, mache ich Hausbesuche in Dresden und im Umland. Wichtig dabei: Der Hausbesuch muss vom Arzt verordnet und auf der Verordnung gekennzeichnet sein.
Ich behandle Stimmstörungen, Sprechstörungen, Sprachstörungen und Schluckstörungen – bei Erwachsenen und bei Kindern.
Inhaltsübersicht
Stimme
Organische und neurogene Stimmstörungen
Die Stimmgebung ist beeinträchtigt, weil sich am Kehlkopf etwas anatomisch verändert hat. Auslöser können Operationen, Unfälle oder zentrale Schädigungen sein.
Mögliche Anzeichen:
- Die Stimme ist weniger belastbar
- Der Stimmklang verändert sich, etwa ein Knarren
- Heiserkeit, Rauheit oder ein behauchter Klang
- Stimme wirkt zu tief oder zu hoch
- Räusperzwang
- Missempfindungen am Kehlkopf
- Hustenreiz beim Schlucken oder Verschlucken
Funktionelle Stimmstörungen
Hier verändert sich der Stimmklang und die Stimme wird weniger leistungsfähig, ohne dass am Kehlkopf etwas Organisches zu finden ist. Häufig steckt Dauerbelastung dahinter, gerade in sprechintensiven Berufen: Lehrer, Profisprecher, Pfarrer, Juristen, Trainer, Verkäufer, Erzieher.
Mögliche Anzeichen:
- Heiserer, rauer, gepresster oder angestrengter Klang
- Schmerzen, Missempfinden, Kloßgefühl, Trockenheit, Räusperzwang
- Behauchte, kraftlose Stimme bei herabgesetzter Atmung
- Begleitend: Fehlhaltungen, zu hohes Sprechtempo, undeutliche Artikulation
Störung der Singstimme (Dysodie)
Der Stimmklang und die Leistungsfähigkeit beim Singen sind gestört. Das kann zusammen mit einer funktionellen Störung der Sprechstimme auftreten.
Mögliche Anzeichen:
- Heiserer, belegter, rauer Klang
- Pianosingen fällt schwer
- Unsichere Intonation
- Gestörter Registerwechsel
- Reduzierter Stimmumfang
VCD – Vocal Cord Dysfunction
Eine Funktionsstörung der Stimmlippen beim Einatmen. Die Stimmlippen verengen sich oder schließen sich fast vollständig.
Mögliche Anzeichen:
- Erschwerte Einatmung
- Anfallartige Atemnot
Psychogene Stimmstörungen
Die Stimmgebung verändert sich infolge von Stress oder traumatischen Erlebnissen.
Mögliche Anzeichen:
- Eingeschränkte Belastbarkeit bis hin zum kompletten Stimmversagen
- Sprechstimmlage zu hoch oder zu tief
- Veränderter Klang, etwa Heiserkeit oder Knarren
- Räuspern und stimmhaftes Lachen können weiter möglich sein
Stimme bei Trans (MzF-Trans*)
Beim Stimmtraining für MzF-Trans* geht es darum, Ihre persönliche weibliche Stimme zu finden. Das ist eine Kassenleistung. Wir arbeiten an der oberen Resonanz, an Sprechmelodie, Artikulation, Wortschatz, Mimik und Gestik. Das braucht regelmäßige Übung und Geduld, bis sich ein für Sie stimmiges weibliches Passing entwickelt.
Sprechen
Zentrale Sprechstörungen (Dysarthrie, Sprechapraxie)
Das Sprechen ist gestört, weil das Gehirn geschädigt wurde, etwa nach Schlaganfall, Schädelhirntrauma oder Hirntumor. Auch fortschreitende neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder Chorea Huntington können dahinterstecken.
Mögliche Anzeichen:
- Verändertes Sprechtempo, zu schnell oder zu langsam
- Eingeschränkte Verständlichkeit
- Sprechanstrengung
- Veränderte Stimme, Atmung und Lautstärke
- Die am Sprechen beteiligten Strukturen bewegen sich eingeschränkt
Dysglossien
Die Artikulation ist gestört, weil sich die Sprechorgane verändert haben, etwa durch Verletzung oder Operation an Lippen, Zähnen, Zunge, Gaumen und Rachen oder durch geschädigte Nerven.
Mögliche Anzeichen:
- Hohe Sprechanstrengung
- Undeutliches Sprechen
- Näseln
- Reduzierte Verständlichkeit
Redeflussstörungen
Stottern betrifft das gesamte Kommunikationsverhalten. Es entsteht aus mehreren Faktoren – neurologisch, erblich, sprachlich, motorisch, psychosozial. Wie stark es sich zeigt, hängt oft von der Situation ab.
Anzeichen beim Stottern:
- Wiederholung von Lauten, Silben und Wörtern
- Lautdehnungen
- Blockierungen von Atmung, Artikulation und Stimmgebung
Poltern zeigt sich in einem unrhythmisch schnellen Sprechtempo, das nicht der Norm entspricht.
Anzeichen beim Poltern:
- Auslassungen, Verschmelzungen und Veränderungen von Lauten, Silben, Wörtern und Phrasen
- Mangelnde Sprechkontrolle
Funktionell orofaziale Störungen (myofunktionelle Störungen)
Das ist eine Störung der Muskulatur im Mund- und Gesichtsbereich. Betroffen sind Bewegungs- und Koordinationsabläufe der Strukturen, die am Schlucken und Sprechen beteiligt sind.
Mögliche Anzeichen:
- Mund schließt nicht vollständig
- Mundatmung
- Vermehrter Speichelfluss
- Eingeschränkte Zungenbeweglichkeit
- Zunge wandert beim Sprechen nach vorn, die Muskelbalance im Mund-, Gesichts- und Halsbereich ist unausgeglichen
- Zahnfehlstellungen
- Artikulationsstörungen wie Lispeln
Sprache
Sprachstörungen (Aphasien, nichtaphasische Kommunikationsstörungen)
Erworbene Sprachstörungen treten auf, nachdem die sprachdominante Hirnhälfte geschädigt wurde, etwa nach Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Hirntumor oder bei fortschreitenden neurologischen Erkrankungen. Sprechen, Verstehen, Schreiben und Lesen können unterschiedlich stark betroffen sein.
Mögliche Anzeichen:
- Gestörtes Sprachverständnis
- Wortfindungsstörungen
- Probleme mit der Grammatik beim Schreiben und Sprechen
- Einschränkungen beim Verarbeiten von Zahlen
- Pragmatische Einschränkungen
Logopädie bei Kindern
Bei Kindern unterscheidet die Logopädie zwischen Sprech-, Redefluss- und Sprachstörungen. Die Übergänge sind fließend, deshalb schaue ich mir im ersten Schritt genau an, wo das Kind steht.
Sprechstörungen bei Kindern
Hier liegt das Problem im phonetischen Bereich: Das Kind kann bestimmte Laute nicht oder nur fehlerhaft bilden.
Mögliche Anzeichen:
- Lispeln
- Schlürfende Geräusche
- Schwach ausgeprägte Mund- und Gesichtsmuskulatur
Redeflussstörungen bei Kindern
Stottern und Poltern zeigen sich bei Kindern ähnlich wie bei Erwachsenen. Beim Stottern wiederholt das Kind Laute, Silben und Wörter, dehnt Laute oder blockiert bei Atmung, Artikulation und Stimmgebung. Beim Poltern wird zu schnell und unrhythmisch gesprochen, Laute und Silben fallen weg oder verschmelzen, die Sprechkontrolle fehlt.
Sprachstörungen bei Kindern
Bei einer Störung der Phonologie hat das Kind das Lautsystem noch nicht richtig durchschaut.
Mögliche Anzeichen:
- Laute werden ausgelassen
- Laute werden verwechselt, etwa K statt T
Beim Dysgrammatismus kann das Kind noch nicht altersgerecht Sätze bilden.
Mögliche Anzeichen:
- Falsche Verbstellung
- Falsche Pluralbildung
- Satzteile in falscher Reihenfolge
Bei einer Störung des Wortschatzes entwickelt sich der Wortschatz langsam und unzureichend.
Mögliche Anzeichen:
- Weniger als 50 Wörter mit zwei Jahren
- Dem Kind fallen häufig die Wörter nicht ein
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung
Bei einer auditiven Verarbeitungsstörung ist die Hörverarbeitung gestört, obwohl das Hörorgan selbst gesund ist. Geräusche werden nicht richtig erkannt, zugeordnet und verarbeitet.
Mögliche Anzeichen:
- Verzögerte Sprachentwicklung
- Reduzierte Merkfähigkeit
- Das Kind wirkt oft zerstreut und unkonzentriert
- Unbekannte Silben lassen sich schwer merken, was beim Erlernen einer Fremdsprache auffällt
Rezept und Kosten der logopädischen Behandlung
Wer darf Logopädie verordnen?
Eine logopädische Therapie verordnen können Phoniater, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Allgemeinärzte, Kinderärzte, Neurologen, Zahnärzte und Kieferorthopäden.
Kassenpatienten
Logopädie ist eine Kassenleistung. Sie tragen einen Eigenanteil von 10 Prozent der Kosten und zahlen 10 Euro Rezeptgebühr.
Privatpatienten
Vor Behandlungsbeginn schließen wir einen Therapievertrag ab. Die Kosten übernehmen die Versicherungen in der Regel. Klären Sie das bitte vorab mit Ihrer Versicherung.
Sie haben eine Verordnung oder eine Frage zur Therapie? Melden Sie sich in der Logopädie Kobalz in Dresden. Wir finden gemeinsam heraus, was zu Ihnen passt.
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Telefon: 0351 – 85096509
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