Archiv Logopädie Glossar

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Late Talker

Kinder, die mit etwa zwei Jahren deutlich weniger sprechen als gleichaltrige (Faustregel: unter 50 Wörter, keine Wortkombinationen). Ein Teil holt von allein auf, ein Teil braucht Förderung.

Mundmotorik

Das Zusammenspiel und die Beweglichkeit der Muskeln im Mund- und Gesichtsbereich, also Lippen, Zunge, Wangen und Gaumen. Eine gute Mundmotorik ist Voraussetzung für eine klare Aussprache.

Myofunktionelle Störung

Ein Ungleichgewicht der Muskulatur im Mund- und Gesichtsbereich. Typisch sind eine falsche Zungenruhelage oder ein fehlerhaftes Schluckmuster, bei dem die Zunge gegen die Zähne drückt. Das kann die Aussprache und sogar die Zahnstellung beeinflussen, weshalb hier oft Logopädie und Kieferorthopädie…

Näseln (Rhinophonie)

Eine veränderte Stimmklangfärbung, bei der zu viel oder zu wenig Luft durch die Nase strömt. Die Stimme klingt dann verhangen oder übermäßig nasal.

Phonation

Der Vorgang der Stimmbildung im Kehlkopf, also das Schwingen der Stimmlippen. Wenn dieser Prozess gestört ist, entstehen Heiserkeit oder Stimmversagen.

Poltern

Eine Störung des Redeflusses, bei der zu schnell und überhastet gesprochen wird. Laute oder Silben werden verschluckt, das Sprechen wirkt unstrukturiert und schwer verständlich. Poltern wird oft mit Stottern verwechselt, ist aber etwas anderes.

Prosodie

Der Oberbegriff für die klanglichen Eigenschaften des Sprechens: Betonung, Rhythmus, Sprechmelodie und Pausen. Eine gute Prosodie macht Sprache lebendig und verständlich, eine gestörte Prosodie lässt Sprechen monoton wirken.